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„Immer ein bisschen schneller als die anderen“: Textil vernetzt schließt erstes Umsetzungsprojekt ab

Pressemitteilung des Kompetenzzentrums Textil vernetzt vom 15.01.2019

Welcher Fahrplan ist sinnvoll für die digitale Transformation? Dieser Aufgabe widmeten sich die vier Textil vernetzt-Projektpartner Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), Hahn-Schickard, Institut für Textiltechnik (ITA) und Sächsisches Textilforschungsinstitut (STFI) gemeinsam mit der Gruschwitz Textilwerke AG.

Die in Leutkirch im Allgäu ansässige Zwirnerei kam auf das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt zu, um seine Produktion zu digitalisieren. Die Firma stellt vornehmlich technische Zwirne für unterschiedlichste Anwendungen insbesondere im Bereich der technischen Textilien her. Nachdem das Unternehmen bereits größere Investitionen in die Modernisierung seines Maschinenparks vorgenommen sowie ein Lean-Management-System eingeführt hat, lag die Digitalisierung der Produktion nahe. Maßgeblich vorangetrieben haben das Projekt Dr. Karl-Peter Fritz, Projektleiter bei Hahn-Schickard, und Alexander Artschwager, Projektleiter an den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF). Dr. Karl-Peter Fritz: „Wir haben mit Gruschwitz einen Readiness-Check vorgenommen, um daraus Ergebnisse abzuleiten, was Digitalisierung für das Unternehmen leisten kann.“ Im Nachgang formulierten die Projektpartner dann die entsprechenden nächsten Schritte. „Das war nur in enger Zusammenarbeit mit der Firma möglich“, betont Alexander Artschwager.

„Wir sind mit dem Ergebnis der Roadmap mehr als zufrieden“, bestätigt auch Gruschwitz-Vorstand Ditmar Schultschik und erklärt: „Nun gehen wir in die Planung der konkreten nächsten Schritte.“ Auf der Agenda des Unternehmens steht u.a. der Start eines Webshops, um Bestandskunden langfristig zu binden. Mit der Einführung eines neuen ERP-Systems sollen zwei ältere Systeme abgelöst und die Prozesse im Unternehmen weiter optimiert werden. Gruschwitz plant für die nächsten Digitalisierungsprojekte erneut auf die Unterstützung der Projektpartner zurückzugreifen: So soll eine Zwirn- und eine Spulmaschine mit spezieller Sensorik aufgerüstet werden, um diese Testmaschinen in das Betriebsdatenerfassungs-System integrieren zu können. Auch die Einführung eines computergestützten Assistenzsystems für die Endkontrolle ist geplant. Ziel ist, so betont Schultschik, „immer ein bisschen schneller als die anderen“ zu sein, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und entsprechend Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Unterstützung bieten die Textil vernetzt-Partner sowohl an ihren Standpunkten in Aachen, Berlin, Chemnitz, Denkendorf und Stuttgart als auch auf Veranstaltungen. Auf der zweiten Textil vernetzt-Fachtagung am 16. Mai auf der Techtextil/ Texprocess in Frankfurt/Main erhält der textile Mittelstand erneut die Möglichkeit, sich über das Angebot zu informieren und bekommt Erfahrungsberichte von Unternehmern geliefert, die den digitalen Wandel bereits erfolgreich meistern.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt setzt sich aus den vier Partnern DITF, Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University, Hahn-Schickard und Sächsisches Textil-forschungsinstitut (STFI) unter Leitung des Gesamtverbandes textil+mode zusammen.

Dabei stehen die Schwerpunkte Arbeit 4.0, vernetzte Produktion, durchgängiges digitales Engineering und smarte Sensortechnik im Mittelpunkt. Textil vernetzt ist Teil des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital“, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) initiiert wurde, um die Digitalisierung in KMU und dem Handwerk voranzutreiben. Unter www.textil-vernetzt.de finden Sie weitere Angaben zu Textil vernetzt.

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Foto: © Textil vernetzt
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